Dieses Blog durchsuchen

Freitag, 1. Mai 2015

Im Osten geht die Sonne auf



....und diesmal geht es für die nächsten vier Wochen mit Generalkurs OSTEN. Zunächst - und dann Richtung Norden. Mein erster großer Törn auf eigenem Kiel!!!

Wohin genau steht hier:

Ostseetörn 2015 - Planung und Vorbereitung




Freitag 1.5.2015      Warns – Makkum  27 sm – 1 Mh (Motorstunde)


Um 12.00 h sind wir in Warns mit voll geladenem Pkw angekommen. Nachdrem wir alles im Schiff untergebracht haben nehmen wir uns Zeit für einen Kaffee und Süssigkeiten im Cockpit in der Sonne. Die Aussentemperatur sagt zwar nur 10 °C. aber in der Sonne und im Windschatten unter der Sprayhood kann man es schon aushalten. Bis es dann heisst „Leinen los“. Ulla fährt wieder nach Hause, aber nicht ohne ein ausführliches Shopping in Lemmer. Um 15.20 h lege ich ab und habe eine ½ h später auch schon die Schleuse in Stavoren passiert. Ich setze Groß und Genua und nehme Kurs auf Makkum. Natürlich kommt der Wind genau aus der Zielrichtung – also Kreuzen! Der Wind bläst mit 10-12 kn  (-> 3 bft.) aus N bis NW. Die Sonne scheint. Besser kann der Törn nicht anfangen.
Endlich bin ich wieder „on Tour“. In den letzten Tagen wurde ich zunehmend nervöser. Es war schliesslich genug der langen Vorbereitungen und Gedanken. Ja, richtig – ich bin alleine unterwegs. Meine beiden Mitsegler haben letzte Woche abgesagt, unabhängig voneinander, jeder aus anderen Gründen, die ich jetzt und hier nicht weiter ausführen und auch möglichst bald vergessen möchte. Aber der anfängliche Ärger über diese kurzfristige Absage ist bei solchen idealen Segelbedingungen schnell verflogen.
Mit 3 Kreuzschlägen erreiche ich um 19.00 h die Ansteuerungstonne von Makkum im nördl. Ijsselmeer. Nur mit der Genua segele ich in aller Ruhe, die untergehende Sonne im Rücken durch das Fahrwasser nach Makkum rein. Beim WV Makkum ist noch ein Liegeplatz am Kai frei. Es ist schnell festgemacht und das Schiff aufgeklart. Zum Abendessen – ich habe einen Bärenhunger – mache ich mir schnell ein paar Maultaschen mit zwei Rühreiern. Der Abend  ist zu schön, um ihn drinnen im Schiff zu verbringen. Ich esse draussen im Cockpit, wie im Hochsommer – naja fast wie im Hochsommer.
Der Wetterbericht für Morgen – Samstag - verspricht schwache Winde aus Nord, natürlich aus der Richtung , wo ich auch hin will – also M o t o r e n ! Das mag ich ja nun garnicht . Ich habe ein SEGELschiff und kein Motorboot!
So – jetzt noch eine lange warme Dusche und dann ab ins Bett.

Montag, 13. April 2015

Der Countdown beginnt!




So, die Ausrüstung ist gekauft, alle bestellten Seekarten – sowohl in Papierform als auch in elektronischer Form sind nun auch letzte Woche angekommen. Die nächsten drei Tage fahre ich nun zum Schiff und werde alles an Bord verstauen bzw. installieren.
Das Schiffsdeck wird noch gesäubert und poliert – dann kann es theoretisch losgehen. 

Der Countdown beginnt - noch 3 Wochen!

Samstag, 28. März 2015

Winter ade!


Endlich ist es wieder so weit: Winter ade - scheiden tut garnicht weh! Miles & More wurde gestern zu Wasser gelassen und anschliessend haben wir 4 Std. gerödelt. Der Motor sprang auf Anhieb an und lief reibungslos.
So weit - so gut......

Im Herbst hatte ich für den Salon neue Polster in Auftrag gegeben, die alten Polster als Muster im Nähatelier zurückgelassen. Ende Februar als ich zum Unterwasserstreichen in Lemmer war, wollte ich dann auch die neuen Polster in Empfang nehmen. Ja - wollte ich, haben aber nicht gepasst. Also hatte ich sie da gelassen zum korrigieren. Nun freute ich mich, endlich die neuen Polster in Empfang zu nehmen. Die Näherin kam dann mit den neuen Polstern zum 2. Anlauf. Was soll ich sagen, sie passten wieder nicht!
Also wieder mitnehmen und den 3. Anlauf für nächsten Freitag in Warns verabredet! Da sind wir mal wieder gespannt!
Dieser Handwerker hat nun den 2. Auftrag (nach dem falsch eingenähten Reissverschluss an der Kuchenbude) von uns vergeigt - nun bekommt er von uns keinen mehr in Zukunft! Er ist zwar billig - aber nicht preiswert! Was sage ich immer: "Wat nix kost, dat is och nix...!"

Leider zeigte der Windmesser gestern auch nichts an. Aber in der Vergangenheit hatte ich schon mal das Problem, das sich aber dann später von selbst auflöste.
So auch dieses Jahr. Heute Morgen funktionierte sie einwandfrei.

So starte ich dann heute morgen von Lemmer nach Warns, ab durch den Princess-Margriet-Kanal bis zum Abzweig Jeltesloot und dann geradeaus durch den Johan-Friso-Kanal Richtung Warns. Unterwegs kommen mir dann noch 2 Bavaria-Jünger entgegen - Segelvolker und Haeddi & Co.

Ulla nutzt die Zeit in Lemmer zu shoppen und kommt dann mit dem Pkw nach Warns

Im Heeger Meer schalte ich den Autopiloten ein und schaue mal in die Motorbilge, ob die im Winter reparierte Wasserleitung auch dicht ist. Und siehe da: mir lächelt ca. 1 Ltr. lauwarmes Wasser entgegen. Das muss ich dann erstmal mit einer Tasse und Handtuch entfernen.
In Warns (in strömenden Regen) angekommen bin ich dann dem Leck auf der Spur - und brauche auch nicht lange zu suchen: es tropft aus der Heisswasser-Leitung direkt am Boiler, dort wo auch repariert wurde. Die Quetschverbindung ist immer noch nicht dicht. Also, alle Wasserhähne auf und den Tank leerlaufen lassen und dann ab nach Hause. Das Wochenend-Wetter lädt nicht zu einem längeren Aufenthalt in Holland ein.
Nun hoffen wir auf besseres Wetter an den Ostertagen.