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Donnerstag, 18. August 2016

Segeln, Sonne, Spaß und Schwimmen mit Finn

15.8.2016, Montag    Warns - Lemmerbucht   24 sm

Gestern Abend sind wir, das sind Finn, der 13-jährige Sohn meines Neffen, und ich nach Warns gekommen, haben schnell unsere Sachen und den Proviant eingeräumt und dann noch einen Willkommenstrunk im Cockpit in der Abendsonne genossen. Anschliessend ging es auch schon ins Bett.

Heute Morgen nach dem Frühstück wird das Deck schnell geschrubbt, Wasser getankt und das Schiff segelfertig gemacht. Ich erkläre Finn ausführlich das Ablegemanöver und auch wie sich das Heck bei Rückwärtsfahrt durch den Schraubeneffekt verhält. Nachdem ich die Vorleinen gelöst habe fährt er ganz langsam aus der Box heraus und ich eile ans Heck um auch die Heckleinen zu lösen. Wie ein Profi stösst er weiter zurück in die Boxengasse um dann mit einem kurzen Vorwärtsschub aufzustoppen und weiter um 11.10 h den Hafen zu verlassen.

Vor der Schleuse in Stavoren werden wir aufgehalten. Die Schleusenkammer ist gerade mit Booten voll. Wir müssen auf den nächsten Schleusengang warten. Es ist Ferienzeit, dementsprechend sehr viel los. Für die Schleusen ist in den Ferienmonaten Hilfspersonal eingestellt, die die Schleusenmanöver der Freizeitkapitäne unterstützen sollen um damit auch die Schleusenmanöver zu beschleunigen. Aber irgendwie klappt das nicht ganz. Nachdem wir in der Schleuse im Päckchen als zweites Schiff an einem Plattbodenschiff fest sind, steht hinter uns ein Boot quer in der Schleusenkammer. Nun denn - es gibt schlimmeres! Als sich dann vor uns das Schleusentor für die Ausfahrt öffnet, müssen sich alle Boote wieder der Reihe nach lösen. Aber bitte wirklich der Reihe nach! Zuerst müssen die beiden Schiffe neben uns raus bevor wir uns von dem Plattbodenschiff lösen können. Das dauert unserem lieben holländischen Nachbarn zu lange und will schon unsere Festmacher lösen. Als ich das aber vehemend ablehne, kümmert er sich einfach nicht darum und schmeisst die Leinen rüber. Nun können wir sehen, wie wir ohne größere andere Schiffsberührungen die Schleuse verlassen. Aber: "Et hätt noch immer joot jejange...!" Wieder um eine Erfahrung reicher mit unseren geografischen Nachbarn!
12.20 h. Noch im Vorhafen der Schleuse setzen wir bei herrlichstem Sonnenschein das Großsegel. Draußen auf dem Ijsselmeer ist gerade das "Skutjesijlen" im Gange, eine Regatta, die an
verschiedenen friesischen Orten mit speziellen Plattbodenschiffen - den Skutjes - stattfindet. Bei leichtem Wind aus NE können wir das Regattafeld bequem umfahren. Auf verschiedenen Kursen zum Wind mit 2 - 3 bft. steuert uns Finn in die Lemmerbucht. Nördlich der Einfahrt vom Princess-Margriet-Kanal legen wir um 16.20 h den Anker auf 2 Meter Wassertiefe. Während ich den Anker langsam ablasse, steuert Finn das Schiff langsam achter-
aus - Perfekt!

Im Windschaten eines kleinen Waldes liegen wir hier ruhig für die Nacht. Aber wir bleiben nicht lange alleine. Im Laufe des frühen Abends kommen noch 4 weitere Segelyachten zum Ankern. Nach dem Abendessen (Spaghetti mit Lachs-Sahne-Sauce und Tomatensalat) gibt es für Finn noch eine Lehrstunde Kartennavigation. Dann widmen wir uns einem phantastischen Sonnenuntergang bevor es ins Bett geht.

16.8.2016, Dienstag  - Lemmerbucht - Makkum   38 sm

Um 9.30 h heist es "Anker auf!" Als Ziel haben wir uns heute Makkum gesetzt. Das liegt in der äussersten NE-Ecke des Ijsselmeeres, sozusagen kurz vor der Nordsee. Die Windvorhersage von gestern Abend - NE 3-4 - wird von der Besatzung stark angezweifelt. Mit Kurs 270° unter Groß und Genua kommen wir nur ganz langsam voran, was ja nicht grundsätzlich zum Tagesanfang falsch ist. Unser Tagesziel ist aber mit dieser Geschwindigkeit nicht zu erreichen und ganz bestimmt nicht Friesland's beste Kibbeling-Bude, die um 18.00 h schließt. Also holen wir die Segel ein und starten den Motor, zumindest bis zur Südwest-Ecke des Vrouwezands. Das ist eine Untiefe, die wir umfahren
müssen. Hier setzen wir wieder das Groß und die Genua und nehmen Kurs auf hoch am Wind Richtung N. Mittlerweile hat sich der Himmel zugezogen und es weht mit 3 bft, leider aber ein wenig zu weit aus N. Wir können das Ziel Makkum nicht direkt anliegen, sondern müssen auf der Höhe Brezaandijk nochmal einen Kreuzschlag machen. Nun rauschen wir mit über 6 kn in Richtung fries. Ijsselmeerküste - natürlich steuert Finn - als plötzlich von einer Sekunde auf die andere der Wind wegbleibt. Wir warten nicht weiter ob er wiederkommt, sondern starten den Motor - wir haben Hunger und die Kibbeling rufen ganz laut nach uns. So liegen wir gut in der Zeit und machen um 17.00 h in einer Box im Stadthafen Makkum fest. Von Bord aus sehen wir dass nichts los ist an der Kibbelingbude. Als ich hingehe sehe ich, dass Tische und Stühle aussen verkettet sind. Auf der Eingangstür steht GESLOTEN! Hurra! Was sagte Rudi Carell? "Das wäre ihr Preis gewesen!" Mit langem Gesicht gehe ich zurück auf's Boot. Also Plan B: Kipfilet (Hähnchen) einkaufen, die anderen Zutaten sind an Bord. Es gibt Hähnchen-Streifen in Currysauce mit Ananas auf Reis. Dazu einen Rosé aus Südfrankreich. Nachdem auch die Backschaft erledigt ist drehen wir noch eine Runde durch die Stadt und dann wird ausgiebig geduscht. Bevor es zu dunkel wird spielen wir im Cockpit noch eine Runde "Rummy Cup".


17.8.2016 Mittwoch   Makkum - Insel Langehoekspolle 14 sm

Wir sind schon früh auf den Beinen - zu früh. Finn geht in den Ort, um frische "haarde Brötjes" und Croissants zu holen. Leider ein bisschen zu früh, die Bakkerij macht erst um 8.00 h auf. So dreht er noch eine Ehrenrunde durchs Dorf. Nicht schlimm - es ist wieder Superwetter, die Sonne lacht jetzt vom Himmel. Als ich um 6.30 h mal kurz auf war, konnte ich die nächste Stegreihe nicht im dichten Nebel sehen.
Nach dem Frühstück geht es wieder raus aufs Ijsselmeer. Bei Wind aus E mit 3 bft. segeln wir geradezu auf die Ansteuerungstonne Workum. Hier geht es unter Motor in den Kanal und wir können gerade vor der 12.00 h - Pause die Schleuse passieren, müssen dann aber vor der ersten Brücke im Ort 1 h warten. Nachdem wir auch diese passiert haben, legen wir im neuen Stadthafen an und genehmigen uns ein Eis. Dann geht es wieder weiter durch drei Brücken und einer Eisenbahnbrücke Richtung Heeger Meer. Leider können wir hier durch den Kanal nicht segeln, der Wind kommt zu weit vorlich. Wir umrunden die kleine Insel Langehoekspolle und legen den Anker um 15.00 h im Windschatten der hohen Bäume wieder auf 2 m Wassertiefe. Als eingespielte Crew bediene ich den Anker während Finn langsam mit Rückwärtsfahrt den Anker eingräbt. Hier genießen wir die Sonne, faulenzen und gehen Schwimmen. Finn versucht sein Anglerglück, leider ohne Erfolg. Abends gibts es Käsespätzle. Finn haut rein wie "Blücher" - es muss wohl schmecken!
Nachdem auch der Abwasch erledigt ist sitzen wir im Cockpit und lauschen den umliegenden Geräuschen, die aber schnell nachlassen.








In der Abenddämmerung ist es eine tolle Stimmung auf dem Wasser!






18.8.2016 Donnerstag  Langehoekspolle - Warns 8 sm

Um 9.10 h werden Anker und Ankerball eingeholt. Ich möchte ausloten, nördlich der Insel herumzukommen. Das wäre schon eine große Abkürzung für zukünftige Fahrten von oder nach Workum. Langsam tasten wir uns unter Motor vorwärts. Als das Lot 1,40 m Tiefe anzeigt, gebe ich auf und drehe um. Unser Kiel ist 1,35 m tief - ein Auflaufen möchte ich auf jeden Fall verhindern. Nun geht es unter Genua und Vorwindkurs gemächlich mit 3 kn Richtung Heimathafen Warns. An der Warnser Brug begegnet uns noch die PRINCESS - Segelfreunde, die wir aus den Aktionen mit den SunshineKids kennen. Auch sie sind auf dem Heimweg.  Um 11.20 h sind die Leinen fest. In aller Ruhe machen wir "Klar Schiff" bevor es dann wieder Richtung Heimat geht.

Wir hatten tolle 4 Tage. Der Wind war morgens etwas dünn, wurde dann aber im Laufe des Vormittags etwas mehr, so dass wir bei herrlichem Sonnenschein ohne Stress segeln konnten. Finn stand unermüdlich am Ruder und führte das Schiff souverän zu unseren jeweiligen Zielen. Er hat sichtlich Spaß und Interesse am Segeln und auch die Kartennavigation war für ihn kein Problem. Wir beide genossen das Flair beim Ankern. Die Sterne am Himmel blieben uns allerdings verborgen. Zum einen hatten wir Vollmond, der mit seinem Halogenlicht jedes Funkeln der Sterne zunichte machte, zum anderen waren wir von der Helligkeit so geblendet, dass sich schon um 22.00 h unsere Augenlider schlossen...........



Und hier noch ein kurzer Film von unserem Törn:






Donnerstag, 28. Juli 2016

Rund ums Ijsselmeer und Markermeer

16.7.2016 - Samstag  Warns - Makkum  22 sm

Gestern am späten Vormittag sind wir gemütlich zu Hause gestartet und nach Warns gefahren. Bei Henk de Boer in Bakhuizen wollte ich meinen Relingsdraht abholen, den ich letzte Woche hier in Auftrag gegeben hatte. Der war nun nicht wie verabredet fertig. Ich komme kurz vor Geschäftsschluss wieder - dann muss er aber fertig sein! Er ist dann fertig - Kosten € 18,00 für knapp 2 Meter Relingsdraht mit weißem Kunststoff ummantelt. Die Endstücke hat er von dem alten Draht genommen. Auf dem Schiff ist er schnell zwischen den beiden Heckkörben - steuerbord und backbord - montiert.
Zwischendurch geniessen wir den ersten Urlaubstag im Cockpit in der Sonne - so passt es!

Heute morgen haben wir lange geschlafen, gemütlich gefrühstückt und sind gaaaanz langsam angelaufen...... Urlaubsmodus! Wir starten um 11.15 h und segeln nur mit der Genua bei Westwind den Fluessen hoch. Kurz vor Galamadammen begegnet uns die PRINCESS mit Mieke und Helmut. Leider ist ein Treffen nicht möglich. Die Crew ist nur das Wochenende auf dem Schiff und sie müssen morgen schon wieder zurück in die Heimat. Wir biegen im Heeger Meer nach backbord ab ins Gaastmeer. Direkt hinter der Eisenbahnbrücke vor Workum geht es in den Kanal - grobe Richtung Makkum. Nach der Kaffeepause in dem kleinen Ort Parrega segeln wir weiter mit der Genua bis Tjerkwerd. Nun müssen wir bis Makkum drei Brücken passieren. An der ersten Brücke in Makkum werden wir aufgehalten - Brückenpause von 16.15 h bis 17.15 h. Dann geht's nach Makkum rein. Wir legen um 17.20 h binnen im Ort an. Hier liegen wir in gemütlicher Athmosphäre mit Stromanschluss, anders als im Hafen hinter der Schleuse an der großen hässlichen Werfthalle. Beim Spaziergang durch den Ort treffen wir an der Schleuse Tim mit seiner CALYPSO, den wir auch von unserer SUNSHINE4KIDS Tour kennen.
Am Abend müssen wir noch entscheiden, welchen Kurs wir morgen einschlagen: auf die westfriesischen Inseln Vlieland oder Terschelling oder rund Ijsselmeer und Markermeer, wo es noch einige Orte zu entdecken gibt, die wir in den vergangenen sechs Jahren noch nicht besucht haben. Im Internet sehen wir auf dem Belegungsplan der Inseln, dass die Liegeplätze in den nächsten Tagen voll sind. Also fällt die Entscheidung für den Törn rund Ijsselmeer.


17.7.2016 Sonntag   Makkum - Medemblik  26 sm


Schloss in Medemblik
Der Wetterbericht verspricht Wind aus W bis NW mit 3-4 bft, also ideal für unseren Kurs nach Medemblik auf der anderen Seite des Ijsselmeeres. Um 9.50 h werfen wir die Leinen los, passieren die Schleuse und setzen um 10.30 h Groß und Genua. Der Wind bläst aus W mit 3 Stärken. Hoch am Wind bei herrlichem Sonnenschein geniessen wir Segeln vom Feinsten. Kurz vor Medemblik brist es auf. Soll ich die Segel reffen? Reffen soll man, wenn man zum ersten Mal daran denkt! Ich warte noch und es dauert nicht lange und wir schiessen in den Wind! Doch zu lange gewartet! Wir reffen Groß und Genua und erreichen dann ohne Stress Medemblik wo wir in der Zufahrt zum Pekelharingshafen direkt vor dem Schloß Ramboud festmachen. Unterwegs bemerkte Ulla, dass die Trimmleine des Achterlieks an der Genua frei liegt, d.h. die Kante war aufgerissen. Der Hafenmeister gibt mir die Adresse eines Segelmachers im nahen Regattahafen. Heute am Sonntag ist der jedoch (natürlich) nicht zu erreichen.


18.7.2016  Montag   Medemblik - Enkhuizen   12 sm

Wetterbericht: Wind aus W 2-3, leicht bewölkt

Früh um 8.00 h rufe ich den Segelmacher an und erläutere ihm mein Problem. Kein Problem! Ich soll ihm das Segel bringen und nach 1 Stunde wieder abholen. Beim Hafenmeister leihe ich mir eine Tranportkarre (Wer faul ist, ist auch schlau!) und gebe das Segel zur Reparatur. Nach einer Stunde
hole ich es wieder ab. Mit einem Streifen Tape hat der Segelmacher eine neue Kante über das Achterliek genäht - Kosten € 35,--, immer noch billiger als ein neues Segel. Nachdem die Genua wieder angeschlagen und aufgerollt ist starten wir bei achterlichem leichtem Wind Richtung Enkhuizen. Gemütlich im Sonnenschein dümpeln wir 2,5 Std. bis zum Ziel. Wir haben Glück und bekommen im Stadthafen noch eine der begehrten Boxen im Kopf des Hafens. Ulla geht shoppen und ich geniesse im Cockpit das Treiben im Hafen.


19.7.2016 Dienstag  Enkhuizen - Hoorn  13 sm

Wetterbericht: Wind aus W, 1-2, sonnig

Um 10.30 h legen wir ab. Die Sonne lacht wieder vom wolkenlosen Himmel. Nachdem wir die Schleuse ins Markermeer passiert haben setzen wir Groß und Genua. Bei 5 kn Wind aus SE segeln wir zunächst gaaaaaaz langsam Richtung Hoorn. Irgendwann geht es garnicht mehr voran und ich starte den Motor. Im alten Hafen bekommen wir zuerst noch einen Liegeplatz an der Straße, als dann aber gegenüber auf der Parkseite ein Platz frei wird verholen wir uns kurzerhand dorthin. Hier ist es ruhiger. Beim Spaziergang entlang des Hafens entdecken wir draußen an der langen Pier ein Flußkreuzfahrer in den Phoenixfarben. Mit Phoenix hatten wir in der Vergangenheit schon einige Seekreuzfahrten gemacht und werden weitere auch sicher in Zukunft wieder buchen. Zum Abschluß des Abends genehmigen wir uns ein 'Texelse'Bier in einer Hafenkneipe.






20.7.2016  Mittwoch   Hoorn - Edam   9 sm

Wetterbericht: Wind aus E - SE 3-4, später 4-5, in Gewitter Boen bis 45 kn.

Kurz nach dem Ablegen setzen wir Großsegel und Genua und segeln hoch am Wind Kurs Süden. Unterwegs merke ich, dass wir langsamer werden, obwohl der Wind nicht nachlässt. Ich versuche durch Trimmen mehr Fahrt zu gewinnen, jedoch ohne Erfolg. Der Klabautermann im Markermeer
versucht uns unter Wasser zu bremsen. Beim Blick zurück erkenne ich den Grund. Wir fahren mitten durch ein Feld mit Seekraut von dem sich schon eine Menge am Ruder verfangen hat und wir hinter uns her ziehen. Um 12.00 h erreichen wir die Einfahrt nach Edam. Diesmal legen wir sofort rechts im sog. Stadthafen an, wobei der Stadthafen nicht wirklich ein Hafen ist, sondern man nur längsseits am Kanalufer festmachen kann. Schnell das Schiff aufgeklart und schon laufen wir zu Fuß in die Stadt, denn heute ist Käsemarkt in Edam. Den hatten wir vor einigen Jahren schon Mal besucht und ist ein schönes Spektakel für die Touristen. Hier versteigern die Käsehändler in ihren traditionellen Trachten ihre Käselaiber mit allem möglichen Toohoowabohu. Das sollte man mal gesehen haben. Gerade als wir am Marktplatz ankommen ist es 13.00 h - der Markt zu Ende.......! Toll, dafür sind wir nun bei 30° C fast 30 Minuten in den Ort gehechtet! Wir stärken uns an einem Fischstand mit einem Matjes mit Zwiebeln und Gurken in einem süßen Brötchen und anschliessend noch ein Radler und Wasser gegen den Durst. Zurück auf dem Schiff braten wir in der Sonne und ich erlöse das Ruder vom unterwegs eingefangenen "Krautsalat".


21.7.2016 Donnerstag   Edam - Monnickendam  6 sm

Wetterbericht: Wind aus SW 1-2, sonnig

Die Tagesetappen werden immer kürzer. Wir geniessen den Urlaubsmodus, keine Eile, keine Hektik, kein Stress. Mangels Wind motoren wir eine gute Stunde durch die Gouwzee vorbei an Volendam und Marken nach Monnickendam. Das ist unser erster Besuch hier in Monnickendam. Hier gibt es einige Häfen und Marinas zum festmachen. Wir entscheiden uns für die Marina Monnickendam. Hier legen wir in einer Box an. Beim Spaziergang am Nachmittag entdecken wir das reizende gemütliche Fischerstädtchen, dessen Mittelpunkt der alte Stadthafen ist, in dem aber nur traditionelle Plattbodenschiffe - zur Dekoration, so scheint mir - festmachen dürfen. Aber sie verschönern natürlich das Bild. Am Abend folgen wir einer Restaurantempfehlung aus dem Segelforum. Hier wurde uns das Eetcafé de Zeilhoek empfohlen. Es liegt auf der gegenüberliegenden Seite der kleinen Bucht und erfordert einen 20-minütigen Spaziergang dorthin. Aber es lohnt sich! Wir sitzen draußen auf der Terrasse direkt am Wasser und geniessen den tollen Blick sowohl auf die Gouwzee als auch auf das Stadtbild von Monnikendam - dazu die Abendsonne - einfach herrlich! Ich denke mal wieder: "Nie wieder arm sein!" Auch das Essen ist hervorragend, sowohl der Surf and Turf - Teller für Ulla als auch mein Berg von Spareribs, alles natürlich mit den üblichen Beilagen, Gemüse, Salat, Pommes. Die Empfehlung war es wert, ihr zu folgen. Wir geben sie gerne weiter. Bei diesen Mengen ist für einen Nachtisch kein Platz mehr im Magen. Schweren Schrittes schleppen wir uns zurück zum Schiff.


22.7.2016  Freitag    Monnickendam - Muiden   28 sm

Wetterbericht: Wind N-NE 3-4, später 4-5, sonnig

Am Vormittag machen wir noch einmal einen Spaziergang in die Stadt, denn heute ist "Visserijdag".
Der Fischmarkt ist aber nicht sehr groß. Wir sind schnell rum und legen noch vor 12.00 h ab mit Ziel
Muiden, ganz im Süden des Markermeeres. Zunächst müssen wir zurück durch die Gouwzee, dann um die Nordspitze der Halbinsel Marken vorbei am "Paard van Marken", dem markanten Leuchtturm, der den Seeleuten schon seit Urzeiten den Weg von Amsterdam in die Nordsee, noch vor der Eindeichung der Zuidersee, weist. Aber wo sind die 3-4 Windstärken? Jedenfalls nicht im Markermeer! Wir motoren drei Std. bis in den kleinen Hafen links in der Einfahrt nach Muiden, wieder direkt in Nachbarschaft des Muider Schlosses. Hier liegen wir als Dritter im Päckchen - richtig kuschelig. Das Liegegeld erreicht mit € 22,70, jedoch all in, seinen Höhepunkt in dieser Reise, während wir in Edam nur € 13,50 bezahlt haben.
Im Ort suchen wir einen Supermarkt, um unsere Vorräte an Frischware wieder aufzufüllen. Es gibt jedoch nur ein kleines Geschäft mit dem Nötigsten. Direkt an der Schleuse sitzen wir noch unter Sonnenschirmen und trinken ein Nachmittagsbier.








23.7.2016  Samstag  Muiden - Lelystad  25 sm

Wetterbericht: N-NE 3-4, später 2-3

Bei leichter Bewölkung legen wir um 9.30 h ab, für unsere Verhältnisse schon relativ früh. Das liegt an unserem Ziel Lelystad. Dort gibt es eine Shopping Mall für Ulla. Die müssen wir noch vor Geschäftsschluss erreichen. Der Wind ist wieder irgendwo, nur nicht da, wo wir sind. Um vorwärts zu kommen, müssen wir den Jockel anschmeissen. Der Himmel zieht sich langsam zu. Es wird heiß und schwül. Vier lange Stunden motoren wir die Küste entlang Richtung Lelystad. Hinter der Schleuse gehen wir direkt rechts in unseren Stammhafen hier in Lelystad. Hier gibt es schöne, neue Sanitäreinrichtungen und das Outlet Center ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Richtig erfolgreich ist unsere Shopping Reise hier in Lelystad nicht. Na gut - Geld gespart!


24.7.2016  Sonntag   Lelystad - Urk   11 sm

Wetterbericht: Wind variabel 1-3, Schauer, Gewitter möglich

Nach einer Woche auf dem Schiff wird es mal Zeit, es zu säubern, Ulla innen und ich aussen. Danach fühlen wir uns wieder besser und erfreuen uns an einem blitzblanken Schiff. Wir legen um 11.30 h ab und müssen leider wieder motoren, mangels Wind. Dessen nicht genug kommt schon bald ein
anderes Übel auf uns zu: Millionen von kleinen schwarzen Fliegen überfallen unser Boot. Überall wo kein Fahrtwind hinkommt sammeln sie sich, hinter der Sprayhood, im Cockpit, hinten auf der Badeplattform. Sprechen ist unmöglich - wir pressen die Lippen aufeinander! Erst kurz vor unserem Ziel Urk lassen sie nach. Das bedeutet aber nicht, dass sie fort sind. Nein, es ist nach wie vor alles schwarz auf dem Schiff. In Urk legen wir als Zweiter im Päckchen an. Die Besatzung ist nicht auf dem Schiff, wohl am nahen Strand. Wenn sie an Bord gewesen wären, hätten sie uns bestimmt das Anlegen verweigert. Ich nehme Eimer über Eimer mit Wasser und spüle die teils toten, teils noch lebenden Fliegen von Bord - eine ganze Stunde dauert es, bis wir die Plage endlich los sind.
Nun habe ich Zeit, um am nahen Strand mal ins Wasser zu springen. Aber eine wirkliche Erfrischung ist es nicht. Am Abend geniessen wir den Spaziergang durch die idyllische Altstad von Urk. Es ist immer wieder schön, durch die schmalen Gassen mit ihren kleinen Häusern und kleinen, schmucken Vorgärten zu gehen.


25.7.2016  Montag    Urk - Lemmer  19 sm

Wetterbericht: SW 3-4, später W, evtl. leichter Regen

Noch kurz bevor wir ablegen kommt der Hafenmeister und kassiert das Hafengeld. Sonntags wird auf Urk überhaupt nicht gearbeitet. Kein Hafenmeister, alle Geschäfte und die meisten Restaurants haben geschlossen. Deshalb kommt der Hafenmeister montags schon früh zu den Freizeitskippern, um abzukassieren. Kaum aus dem Hafen, setzen wir die Genua, mit der wir dann bei achterlichem Wind vorbei an dem neuen Windpark in die Lemmerbucht bis kurz vor der Schleuse Lemmer segeln. Gott sei Dank plagen uns heute keine Fliegen. Dazu ist wohl zuviel Wind. Ca. 120 neue Windräder wurden in den letzten Jahren vor der Küste zwischen Urk und Lemmer gebaut. Es tut weh in den Augen, aber woher sonst soll die benötigte Energie umweltgerecht kommen? In Lemmer in der Stadt ist es bereits um 13.00 h voll und wir legen uns ins Päckchen an ein Motorboot. Im Restaurant "Brasserie No. 14" essen wir am Abend ein leckeres Angus-Steak.


26.7.2016  Dienstag   Lemmer - Sneek   17 sm

Wetterbericht: keinen gehört, da wir nur binnen durch die Kanäle fahren.

Bis auf ein kurzes Stück müssen wir die gesamte Strecke bis Sneek motoren. Es ist viel los auf dem Wasser und das Steuern erfordert große Konzentration, um kein anderes Boot zu beschädigen. Auch Sneek ist voll. Vor dem Wahrzeichen von Sneek, dem "Waterpoort" verweigern uns zwei Motoryachten im Päckchen anzulegen. Das ist garnicht gentlemanlike und gehört nicht zu einer guten Seemannschaft, widerspiegelt aber das gespaltene Verhältnis zwischen Motorbootfahrern und Seglern. Wir fahren weiter in die Stadt und legen im Kanal an. Am Abend beim Spaziergang treffen wir den Hafenmeister und ich frage ihn, ob der Motorbootskipper mir ein Anlegen verweigern kann. Kann er nicht, bestätigt er mir, allerdings ist das Liegen im Päckchen vor dem Waterpoort verboten, da der Platz zum Manövrieren der großen Schiffe benötigt wird, die dort durch die Brücke wollen.


27.7.2016  Mittwoch   Sneek - Workum   17 sm

Wetterbericht: wieder keinen (siehe oben)

Der Baustellenlärm an den Häusern direkt an unserem Schiff treibt uns schon früh raus. Wir fahren zurück am Waterpoort vorbei und siehe da: an zwei Motoryachten liegen zwei weitere im Päckchen! Soviel zum verbotenen Päckchenliegen vor dem Waterpoort! Bis an Heeg vorbei müssen wir motoren, da der Wind direkt von vorne kommt. An der Einfahrt ins Gaastmeer lasse ich die Genua raus und wir können noch bis vor die Eisenbahnbrücke vor Workum segeln. Hier ist unser Kreis von "Rund ums Ijsselmeer und Markermeer" wieder geschlossen. In Workum tanken wir den guten GTL-Diesel und fahren weiter durch die Schleuse in den dortigen Hafen. Hier gibt es immer großes "Schleusenkino" zu sehen. Mittlerweile werden die Wolken am Himmel immer dichter und dunkler. Dennoch gehen wir nach Workum rein. Kaum sind wir am Marktplatz vor der großen Kirche angekommen, fängt es an zu regnen. Wir flüchten in das nahe Café und ich empfehle mir einen Appelgebak und eine Tasse Kaffee. Ulla ist mit einem Tee zufrieden. Eine kurze Regenpause nutzen wir, um schnell zum Schiff zurück zu kommen.


28.7.2016  Donnerstag  Workum - Warns  11 sm

Wetterbericht: Wind variabel 1-3, später W-SW 3-4, auch für die weiteren Tage immer wieder Regenschauern.

Es wird Zeit, dass wir nach Hause kommen!
Mit Motor geht's raus aufs Ijsselmeer. An der Ansteuerungstonne setzen wir Großsegel und Genua und segeln hoch am Wind - der Wind aus SE - bis vor die Einfahrt zur Schleuse Stavoren. Unterwegs überholen wir noch eine Bavaria 36. Das läßt meine Skipperbrust wieder anschwillen. Ein herrlicher Segel-Abschluß am letzten Tag unseres Urlaubs. Im Südwesten sehen wir eine schwarze Regenwand auf uns zukommen. Noch rechtzeitig vor dem Regen erreichen wir unseren Heimathafen. In strömendem Regen packen wir unsere Klamotten ins Auto und starten heimwärts. Unterwegs in Lemmer nehmen wir noch frische Matjes mit für unsere Nachbarn, die während unserer Abwesenheit unseren Kater Carlos versorgt und unseren Rasen gemäht haben.

Es war ein schöner Urlaubstörn. Bei vorwiegend herrlichem Sonnenschein und moderatem Wind haben wir das Segeln genossen. Die kurzen Tagesetappen von einem Hafen zum anderen ließen uns Zeit zu trödeln und das Seglerleben zu genießen.


Statistik:
Insgesamt wurden 217 sm zurückgelegt und davon 26 Stunden motort.

Sonntag, 29. Mai 2016

Hoffnungsflotte Ijsselmeer 2016


Zum dritten Mal nehmen wir nun an der Hoffnungsflotte des Sunshine4Kids-Vereins
( http://www.sunshine4kids.de/ ) teil.
Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kindern und Jugendlichen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation befinden, durch kostenlose Segelaktionen ihre Lebensfreude zurück zu geben und neue Perspektiven aufzuzeigen.



Die Zielgruppe:
  • Kinder und Jugendliche, die an Krebs erkrankt sind
  • Kinder und Jugendliche, die ihre Eltern verloren haben
  • Kinder und Jugendliche, die in Situationen leben, welche eine Auszeit unmöglich machen
  • Heim- und Pflegekinder
  • Kinder, deren Geschwister todkrank sind
Die Kids können in den Tagen ihre Sorgen und Probleme hinter sich lassen, das Erlebte unter sich und mit Hilfe von Pädagogen und Psychologen an Bord verarbeiten.

Für die Kinder werden sämtliche Segelaktionen und Projekte völlig kostenlos angeboten.
Alle Mitarbeiter, Skipper und Betreuer beteiligen sich ehrenamtlich ohne finanzielle Eigeninteressen.

Auch wir stellen unsere MILES & MORE und uns wieder zur Verfügung, um den Kids ein paar Tage Auszeit aus ihrem üblichen Alltag zu geben und ihre Schicksale für ein paar Stunden vergessen zu lassen.

Mittwoch, 25.5.2016   -   Lemmer

Wir kommen von unserem Heimathafen in Warns und legen um 14.00h im Hafen Iselmar in Lemmer an. Hier ist Treffen von insgesamt 11 Segelyachten mit 23 Skippern und Betreuern. 22 Kids kommen im Laufe des Nachmittages an und werden auf die Schiffe verteilt. Zu uns kommen Jasper und Niklas, zwei 15-jährige Schüler. Sie entscheiden sich beide, in der Heckkabine zu schlafen. Für zwei über 1,90 m große Jungs ist das Platzangebot nicht sehr üppig, bedeutet aber auch jede Menge Spaß. Sie bekommen erste Hinweise über die Sicherheit, das Verhalten und Bewegen auf dem Schiff.

Nachdem alle Schiffe belegt sind, wird der Proviant für die nächsten drei Tage auf alle Schiffe verteilt.
Am Abend sind die Bowlingbahnen des Hotel Iselmar für uns reserviert. Die Kids haben jede Menge Spaß und die Erwachsenen wieder Gelegenheit zu klönen. Skipper und Betreuer sind nun schon ein etabliertes Team und kennen sich bereits aus den letzten Jahren.

Donnerstag, 26.5.2016 - Lemmer - Enkhuizen 21 sm

Nach einem gemeinsamen üppigen Frühstück im Hotel Iselmar legt die gesamte Flotte pünktlich um 10.30 h ab - Ziel: Enkhuizen auf der anderen Seite des Ijsselmeeres. Aber zunächst gilt es, die Schleuse des Princess-Margriet-Kanals zu passieren. Diese Schleuse regelt den Wasserstand zwischen dem Ijsselmeer und den Binnenkanälen in Friesland. Durch den heutigen Feiertag in Deutschland nutzen viele Segler das lange Wochenende, was uns eine Wartezeit von über 1 Stunde vor der Schleuse beschert.
Um 13.00 h sind schliesslich alle Schiffe im Ijsselmeer und nehmen Kurs auf Enkhuizen. Die Sonne scheint, aber leider läßt uns der Wind im Stich. So haben die Kids Gelegenheit, zum ersten Mal ein Segelschiff zu steuern - heute zwar ohne Segel, sondern unter Motor. Sie haben sichtlich Spaß und verstehen schnell die Funktionen der Navigationsgeräte und die Reaktionen des Kompasses. Ulla macht unterwegs einen kleinen Snack, um die Mannschaft bei Laune zu halten. So erreichen wir  entspannt den Binnenhafen in Enkhuizen, wo Liegeplätze für alle Schiffe am Kai reserviert sind. Die Jungs können es nicht abwarten und springen in das knapp 18°C kalte Wasser, sind aber auch schnell wieder draußen - brrrr!
Nach dem Abendessen - Spaghetti mit Tomatensauce - üben alle Besatzungen gemeinsam unter der Leitung von Gaby Schäfer ein Lied. Dieses Lied - wie geschaffen für unsere Gemeinschaft - wird uns die nächsten Tage begleiten. (siehe anschliessendes Video)

Freitag, 27.5.2016    -   Enkhuizen -Makkum  35 sm

Der Tag begrüßt uns wieder mit Supersonnenschein. Um 10.15 h wird die Brücke am Dromedaris-Turm für uns geöffnet und die Flotte verläßt nacheinander den Hafen. Die Wettervorhersage prophezeit uns Wind aus Nordost mit 2-3 bft. Das bedeutet einen idealen Wind, um den ganzen Tag möglichst hoch am Wind zu segeln. Alle Segel werden gesetzt und so geht es recht
flott die ersten 3 Stunden mit Kurs 350° bis 360° vorbei an Stavoren Richtung Makkum. Unsere Mannschaft verzieht sich sehr schnell nach unten auf die Salonkojen. Niklas hat die Luvkoje erwischt und kann sich nicht lange halten. In einer Bö rutscht er von der Koje auf den Boden. Spaß hoch drei! Der Wind dreht teilweise etwas nördlicher und so können wir unser Ziel Makkum nicht direkt erreichen sondern müssen kurz vor dem Abschlussdeich zwei Kreuzschläge segeln, die die Jungs aber super steuern. Die letzte Meile fahren wir dann unter Motor in den Hafen des WSV Makkum. Hier machen wir längsseits an der PRINCESS fest. In Makkum haben die Kids die Möglichkeit an den Strand zu gehen und Fussball zu spielen. Am Abend entlockt Ulla der Bordküche leckeren Apfelpfannkuchen. Danach ist gemütliches Beisammensein, zuerst auf der PRINCESS, nachher in der Hafenkneipe. Um 23.00 h ist die Mannschaft der MILES & MORE geschafft und das Licht ist aus!

Samstag, 28.5.2016   -   Makkum - Lemmer 27 sm

In der Skipperbesprechung am Morgen legen wir fest, dass wir zunächst über das Ijsselmeer bis Workum fahren und von dort über die Kanäle zurück nach Lemmer. So starten wir um 10.00 h, setzen früh die Segel und können uns bei sehr wenig Wind sehr schnell vom Rest der Flottille absetzen. Da
der Schleusenwärter in Workum Mittagspause hat, kommen alle Schiffe schnell wieder zusammen. Die Schleuse ist sehr klein und fasst nur 4 Schiffe unserer Größe. So sind drei Schleusengänge erforderlich, um die gesamte Flotte durchzuschleusen. Dann geht es durch das gemütliche Friesenstädtchen Workum, vorbei an idyllischen kleinen Gärten, durch drei Brücken, die für uns geöffnet werden. Schliesslich passieren wir noch eine Eisenbahn-Drehbrücke. Über die Kanäle fahren wir unter Motor durch die friesische Landschaft. Unsere Crew ist wieder geschafft und hat die horizontale Lage eingenommen während der Skipper bei zwei Gewitterschauern am Ruder aushalten muß.
So erreichen wir um 17.00 h alle wieder wohlbehalten unseren Ausgangshafen Iselmar in Lemmer.
Kaum sind alle Schiffe fest vertäut und aufgeklart, übernehmen einige Skipper das Grillkommando. Es gibt Würstchen bis zum Abwinken und für die Nicht-Schweinefleisch-Esser sogar einige Lammsteaks. Unterwegs haben einige Betreuer noch schnell Salate aus dem Bordproviant gezaubert, die das Essen bereichern.


Sonntag, 29.5.2016    -   Lemmer

Heute morgen ist wieder Treffpunkt beim üppigen Frühstücks-Bufett im Hotel Iselmar. Nachdem die Koffer gepackt sind, treffen sich zum Abschluß alle Kids, Skipper und Betreuer an dem Leitschiff "BOOT DÜSSELDORF" und singen zum Abschluß noch einmal das einstudierte Lied.
Dann heisst es Abschied nehmen. Die Kids treten ihre Heimreise an. Zurück auf der MILES & MORE staunen wir dann nicht schlecht, als wir das kleine Päckchen aufmachen, was uns Jasper's Mutter zusammen mit einer Blume als Dank überreichte. Sie war ganz gerührt von soviel Engagement des Vereins und der Mannschaft. Wir finden in dem Päckchen ein gerahmtes Bild auf dem die Crew an Deck der MILES & MORE am Donnerstag den Hafen verließ.



So nach und nach verlassen die einzelnen Schiffe den Hafen in Lemmer und fahren zurück in ihren Heimathafen. Wir haben noch eine Woche Urlaub und fahren zunächst mal nach Lemmer rein und machen dort in der Stadt fest.

Es war wieder ein tolles Erlebnis mit den Sunshine4Kids unterwegs zu sein. Der Zusammenhalt, das Verständnis, der Spaß und die Harmonie der Kids untereinander, der Skipper und Betreuer untereinander und auch die Gemeinsamkeit aller bei diesem Törn haben die letzten Tage wieder Mal zu einem besonderen Erlebnis gemacht. Die Freude wird umso größer, wenn man weiß welche Schicksale hinter den einzelnen Kids stehen.
Mit Jasper und Niklas hatten wir zwei sehr liebenswerte Jungs an Bord. Sie nehmen wir gerne wieder auf.


Hier noch ein Video über den Törn der Hoffnungsflotte 2016 im Ijsselmeer: