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Samstag, 2. Mai 2015

Eisberge im Wattenmeer

Samstag 2.5.2015    Makkum - Dokkum 43 sm - 8,1 Mh



Der Wecker rasselte nicht um 6.30 h sondern ich war bereits um 6.15 h wach. Lange nicht mehr so gut geschlafen – ich bin bereit für einen neuen Segeltag. Beim Blick aus dem Niedergang schaue ich direkt in die aufgehende Sonne. Über dem Wasser liegt ein leichter Dunst. Draussen ist alles so friedlich und still – bis auf die Enten, die quaken auch noch die anderen Schiffsbesatzungen wach.
Noch vor 8 Uhr lege ich ab mit Richtung Schleuse Kornwerderzand. Hier wartet man schon auf mich (?) – so sieht es jedenfalls aus. Kaum bin ich in der Schleuse drin, geht hinter mir das Tor zu. Der momentane Wasserstand auf der Nordsee erlaubt nur eine kurze Niveauregulierung. Schnell geht das andere Tor schon auf und zusammen mit zwei anderen Seglern geht es raus ins Wattenmeer. Der Wind ist gleich Null, also motoren wir nach Harlingen. Der Plotter zeigt bis dort eine Fahrtzeit von 1 Std. Überall im Wasser schwimmen weiße Schaumknubbel – Dreck. Ich muss unwillkürlich an kleine Eisberge denken, nur diese sind bestimmt weißer – sauberer – reiner! Abgesehen von den „Eisbergen“ ist das Wasser platt, platt wie eine Flunder und ich kann meilenweit gucken. Das Wolkenspiel an diesem jungen Tag in der noch tiefstehenden Sonne ist einfach gigantisch. Ich kann mich nicht satt daran sehen. Einfach nur herrlich!

Auch die Schleuse in Harlingen lässt mich nicht lange warten. Kurz vor 10 h ist sie bereits hinter uns. Um 13.00 h stehen wir vor Leeuwarden. Hier gilt es, einige Brücken zu passieren. Danach geht es durch Feld und Flur – links Kühe, rechts Schafe, unten Fische - durchs nördliche Friesland nach Dokkum wo wir um 16.20 h bei herrlichem Sonnenschein anlegen. In den über 8 Std. nur unter Motor haben wir 43 sm zurücklegt. Ich habe die Brücken, die für uns geöffnet werden mussten, nicht gezählt, aber € 15,50 für alle bezahlt.

Hier ein paar Bilder aus Dokkum.







Freitag, 1. Mai 2015

Im Osten geht die Sonne auf



....und diesmal geht es für die nächsten vier Wochen mit Generalkurs OSTEN. Zunächst - und dann Richtung Norden. Mein erster großer Törn auf eigenem Kiel!!!

Wohin genau steht hier:

Ostseetörn 2015 - Planung und Vorbereitung




Freitag 1.5.2015      Warns – Makkum  27 sm – 1 Mh (Motorstunde)


Um 12.00 h sind wir in Warns mit voll geladenem Pkw angekommen. Nachdrem wir alles im Schiff untergebracht haben nehmen wir uns Zeit für einen Kaffee und Süssigkeiten im Cockpit in der Sonne. Die Aussentemperatur sagt zwar nur 10 °C. aber in der Sonne und im Windschatten unter der Sprayhood kann man es schon aushalten. Bis es dann heisst „Leinen los“. Ulla fährt wieder nach Hause, aber nicht ohne ein ausführliches Shopping in Lemmer. Um 15.20 h lege ich ab und habe eine ½ h später auch schon die Schleuse in Stavoren passiert. Ich setze Groß und Genua und nehme Kurs auf Makkum. Natürlich kommt der Wind genau aus der Zielrichtung – also Kreuzen! Der Wind bläst mit 10-12 kn  (-> 3 bft.) aus N bis NW. Die Sonne scheint. Besser kann der Törn nicht anfangen.
Endlich bin ich wieder „on Tour“. In den letzten Tagen wurde ich zunehmend nervöser. Es war schliesslich genug der langen Vorbereitungen und Gedanken. Ja, richtig – ich bin alleine unterwegs. Meine beiden Mitsegler haben letzte Woche abgesagt, unabhängig voneinander, jeder aus anderen Gründen, die ich jetzt und hier nicht weiter ausführen und auch möglichst bald vergessen möchte. Aber der anfängliche Ärger über diese kurzfristige Absage ist bei solchen idealen Segelbedingungen schnell verflogen.
Mit 3 Kreuzschlägen erreiche ich um 19.00 h die Ansteuerungstonne von Makkum im nördl. Ijsselmeer. Nur mit der Genua segele ich in aller Ruhe, die untergehende Sonne im Rücken durch das Fahrwasser nach Makkum rein. Beim WV Makkum ist noch ein Liegeplatz am Kai frei. Es ist schnell festgemacht und das Schiff aufgeklart. Zum Abendessen – ich habe einen Bärenhunger – mache ich mir schnell ein paar Maultaschen mit zwei Rühreiern. Der Abend  ist zu schön, um ihn drinnen im Schiff zu verbringen. Ich esse draussen im Cockpit, wie im Hochsommer – naja fast wie im Hochsommer.
Der Wetterbericht für Morgen – Samstag - verspricht schwache Winde aus Nord, natürlich aus der Richtung , wo ich auch hin will – also M o t o r e n ! Das mag ich ja nun garnicht . Ich habe ein SEGELschiff und kein Motorboot!
So – jetzt noch eine lange warme Dusche und dann ab ins Bett.

Montag, 13. April 2015

Der Countdown beginnt!




So, die Ausrüstung ist gekauft, alle bestellten Seekarten – sowohl in Papierform als auch in elektronischer Form sind nun auch letzte Woche angekommen. Die nächsten drei Tage fahre ich nun zum Schiff und werde alles an Bord verstauen bzw. installieren.
Das Schiffsdeck wird noch gesäubert und poliert – dann kann es theoretisch losgehen. 

Der Countdown beginnt - noch 3 Wochen!